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Max Ernst Gesellschaft e.V.

...verstarb am 31. Januar 2012 im Alter von 101 Jahren in ihrem New Yorker Heim.

Die vielseitige, weltweit geschätzte Künstlerin hinterlässt ein umfangreiches, faszinierendes Opus: Ihre Gemälde, Papierbilder, Skulpturen, darunter auch zahlreiche Stoffplastiken, Kostümentwürfe, Bühnenbilder überzeugen ebenso wie ihr schriftstellerisches Werk, Gedichte, Erzählungen, darunter ihre wunderbar poetische Autobiographie „Birthday“.

In diesen Lebenserinnerungen schildert sie geistreich und liebevoll die Beziehung zu ihrem Ehemann Max Ernst, den sie 1942 in New York kennen lernte und 1946 heiratete. Während der mit ihm verlebten Jahre in Amerika (New York, Sedona), später in Frankreich (Huismes, Seillans, Paris, wo Max Ernst 1976 starb) gelang es ihr, nicht nur „die Ehefrau des großen Künstlers“ zu sein, sondern ihre eigene Kreativität, ihren persönlichen Stil zu entfalten. „Surrealism...was a big part of my life, but not all“ betont sie in einem Interwiev (The Observer 15 August 2004) und dokumentiert damit den Facettenreichtum ihres Schaffens.

Ein anrührendes Zeugnis der Verbindung der Künstler Max und Dorothea befindet sich im Max Ernst Museum des LVR in Brühl: Ein sehr intim wirkender Raum ist den „D-Paintings“ gewidmet: Bilder, Collagen, Frottagen, Decalcomanien, wunderbare Schöpfungen um den Buchstaben „D“, die Max jährlich seiner Dorothea zum Geburtstag schenkte. Eine Art Antwort ist Dorotheas Gemälde „Max im blauen Boot“, in dem einzelne Symbole, u.a. ein Schachbrett, auf gemeinsame Vorlieben hinweisen.

Nach dem Tod von Max Ernst lebte Dorothea Tanning wieder in Amerika, wo sie weiterhin künstlerisch höchst erfolgreich war. Ungeachtet ihres hohen Alters war sie immer wieder neugierig auf Neues. Lebensängste, aber auch Lebensfreude fanden vielfältigen Ausdruck in ihrem umfangreichen Werk.

Die Mitglieder der Max Ernst Gesellschaft nehmen dankbar und respektvoll Abschied von ihrem Ehrenmitglied Dorothea Tanning.

DOROTHEA TANNING...

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